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Wie Ihnen Ihr Hausarzt beim Abnehmen helfen kann

Haben Sie schon mal eine Diät gemacht, ohne dass dabei die gewünschten Ergebnisse eingetreten sind? Im Diätendschungel kann man heutzutage auch schnell mal den Überblick verlieren. Wenn nichts mehr geht, sollten Sie eventuell mal den Gang zum Hausarzt in Betracht ziehen. Dieser kann Ihnen in mehr Bereichen beim Abnehmen helfen, als Sie bisher denken mögen.

Bestimmung des Körpergewichts

Zuerst wird Ihr Arzt wahrscheinlich Ihr Körpergewicht messen wollen. Daran kann er bestimmen, ob eine Diät überhaupt notwendig ist, wie gesund Ihr aktuelles Körpergewicht ist und welche Maßnahmen zum Abnehmen für Sie am effektivsten wirken. Der Body-Maß-Index gibt dann anhand des Verhältnisses zwischen Körpergewicht, Geschlecht, Alter und Größe Aufschluss über den allgemeinen Gesundheitszustand.

Ihr Arzt sollte zudem den Körperumfang messen, um sicherzustellen, dass sich nicht zu viel Fett am Bauch befindet. Dieses kann sich nämlich auch innerlich an den Organen festsetzen und so das Risiko für Diabetes, Herzkrankheiten oder einen Schlaganfall erhöhen. Auch Menschen mit einem guten BMI können unter zu viel Bauchfett leide, weshalb es immer wichtig ist, sowohl den BMI als auch den Körperumfang zu bestimmen.

Neben diese beiden Standardwerten kann Ihr Hausarzt zusätzlich den Blutdruck und andere Werte messen, die in Zusammenhang mit Ihrem Gewicht stehen und Sie daran hindern können, Ihr Idealgewicht zu erreichen.

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Sport und Ernährung

Wenn Sie übergewichtig sind, dann sollten Sie vor allem mit Sport und gesunder Ernährung starten. Der Arzt kann Ihnen dabei helfen, Ihr derzeitiges Fitnesslevel zu bestimmen, einen passenden Ernährungsplan auszuarbeiten und persönliche Abnehmziele für Sie zu setzen, die sowohl nachhaltig, als auch realistisch und motivierend sind.

Was die Ernährung betrifft ist es wahrscheinlich, dass Sie für einen Zeitraum von ein bis zwei Wochen ein sogenanntes Ernährungstagebuch führen sollen, indem Sie alles aufschreiben was Sie in dieser Zeit gegessen haben. Anhand dieses Tagebuchs kann ein geschulter Mediziner Ihr Essverhalten dann analysieren und gezielte Umstellungen für Ihre tägliche Ernährung anregen. Das kann einfache Veränderungen wie den Verzicht auf Zucker im Tee oder auch größere Reformen wie ballaststoffreichere Mahlzeiten beinhalten.

Ihr individuelles Aktivitätslevel kann ebenfalls mit einem Tagebuch festgehalten und analysiert werden. Unter Umständen wird Ihr Hausarzt Ihnen auch einen Schrittzähler empfehlen, denn mit diesem kann später genau gemessen werden wie viel Sie sich bewegt und wie viele Kalorien Sie verbrannt haben.

Konsultation und Follow-Up

Nachdem Ihr Arzt und nun ein vollständiges Bild über Ihren Körper, Ihr Gewicht, Ihr Aktivitätslevel und Ihre Ernährungsgewohnheiten gewonnen hat, kann er Ihnen viele kleine Lebensumstellungen empfehlen mit denen Sie effektiv abnehmen können.

Arbeiten Sie mit ihm zusammen einen Plan aus der Ihnen dabei hilft, langfristig, und gesund abzunehmen. Viele Crash-Diäten sind nämlich weder das eine, noch das andere. In regelmäßigen Follow-Up-Treffen (in der Regel alle zwei bis vier Wochen) können Sie den Fortschritt messen und eventuelle Probleme besprechen.

Andere Hilfestellen zum Abnehmen

Wenn Sie unter starkem Übergewicht leiden kann Ihnen Ihr Hausarzt auch noch weitere Hilfestellen empfehlen, wie zum Beispiel lokale Abnehmgruppen oder bestimmten Sportprogrammen. So können Sie nicht nur Ihre Abnehmbemühungen zusätzlich voran treiben, sondern auch gleich Kontakte mit Gleichgesinnten schließen. Letzteres ist besonders für eine dauerhafte Lebensumstellung hilfreich und schürt die Langzeitmotivation.

Medikamente zum Abnehmen

Wenn Sie Ihre Ernährung umgestellt haben, sich regelmäßig körperlich aktiv betätigen und dennoch nicht wie gewünscht abnehmen, so kann dies mit Ihrem Stoffwechsel zusammenhängen. In diesem Fall kann Ihnen Ihr Arzt bestimmte Medikamente empfehlen/verschreiben, mit denen Sie schneller Gewicht verlieren können. Viele Medikamente dürfen jedoch erst ab einem bestimmten BMI eingenommen werden. In der Regel liegt die Grenze in etwa bei einem Body-Maß-Index von 28. Der einzige medizinische Wirkstoff der momentan zum Abnehmen verschrieben wird, ist Orlistat. Je nach Medikament kommt er in unterschiedlichen Dosierungen und Kombinationen vor.

Ein besonders bekanntes und wirkungsvolles Mittel mit Orlistat ist zum Beispiel alli™ Orlistat. Es blockiert die Lipase im Körper, sodass Fett nicht mehr verdaut werden kann. Somit werden Fettsäuren aus einer Mahlzeit einfach unverdaut wieder ausgeschieden, weshalb wesentlich weniger Kalorien aus der Nahrung aufgenommen werden können.

Chirurgie und Operationen

In ganz extremen und hartnäckigen Fällen kann es vorkommen, dass ein Patient nicht an einer Operation vorbeikommt. Diese wird jedoch nur Menschen empfohlen, die einen BMI über 40 oder einen Body-Maß-Index von mindestens 35 in Kombination mit, durch das Gewicht verursachten, Gesundheitsproblemen , wie Bluthochdruck oder Diabetes, haben. Außerdem sollten zuvor erst alle anderen Möglichkeiten ausprobiert werden und eine Operation immer nur als letzter Schritt dienen. Da ein chirurgischer Eingriff immer große Risiken für die Gesundheit birgt und zudem mit immensen Kosten verbunden ist, werden hartnäckige Gewichtsprobleme in der Regel immer erst mit einer Umstellung der Ernährung und passender Medikation bekämpft. So wird eine Operation wirklich nur in den seltensten Fällen notwendig.